Kunterbunte Ostereier

Ostereier färben macht einfach Spaß! Die Ostereier natürlich färben? Noch besser! Und so geht’s:

Für Ostereier, die später als Dekoration verwendet werden, sollten die Eier zuerst einmal ausgeblasen werden.

Dafür benötigt ihr:
Weiße Eier
Einen Eierpikser oder eine große Nadel
Eine Schüssel
… und viel Puste

So geht‘s:

Mit dem Eierpikser oder der Nadel an beiden Enden ein Loch in das rohe Ei bohren und das Loch am unteren Ende des Eis vorsichtig vergrößern. Nun das Ei über die Schüssel halten und vorsichtig in das kleine obere Loch pusten. Das Eiweiß findet meistens sehr schnell seinen Weg nach draußen, das Eigelb tut sich manchmal etwas schwerer. In diesem Fall mit einem dünnen Holzspieß Eigelb und das restliche Eiweiß vermischen. Dann noch einmal pusten und der Inhalt des Eis fließt einfacher heraus. Die Eier nach dem Ausblasen mit kaltem Wasser durchspülen.

Zum Aufhängen an ein Stückchen Streichholz einen Faden binden und das Holzstückchen durch eines der Löcher schieben. Im Inneren ein bisschen schütteln, so dass sich das Holzstückchen quer vor das Loch legt. Dann können die ausgeblasenen Ostereier aufgehängt werden.

Eier auszublasen ist nicht nur anstrengend, sondern unter Umständen auch gesundheitsgefährdend aufgrund der vorhandenen Salmonellengefahr. Um ganz sicherzugehen, gibt es auch eine Ostereier-Ausblasmaschine.

Wir haben uns dafür entschieden, gekochte Frühstückseier zu verwenden, und wollen dabei besonders auf ungiftige und biologische Farben achten.
Die weißen Eier etwa 8 Minuten hart kochen, abschrecken und abkühlen lassen. Sollen die Eier später ein Muster haben, besteht die Möglichkeit, mit Zitronensaft Ornamente, Punkte oder Streifen auf die Eier malen. Wird ein Wattestäbchen (nicht aus Plastik) in Zitronensaft getaucht, kann man mit diesem das Ei bemalen. Den Zitronensaft auf der Eierschale trocknen lassen und die Ostereier danach einfärben. Dort, wo der Zitronensaft haftet, nimmt das Ei keine Farbe an – auf diese Weise entstehen schöne Muster.

Rezepte für den Farbsud

Bevor man mit dem Färben der Ostereier beginnen kann, muss der Farbsud hergestellt werden. Je nach Pflanzenart oder Färbematerial sind unterschiedliche Mengen an Wasser sowie eine kürzere oder längere Einweich- und Kochzeit vonnöten. Grobe Materialien – wie zum Beispiel Baumrinde oder Karotten – sollten vorab zerkleinert werden. Den fertigen Sud muss man nach dem Kochen filtern.

Für die Herstellung des Farbsuds gelten folgende Werte als Richtlinien:

Gemüse und Pflanzen:
500 g auf 2 l Wasser, keine Einweichzeit notwendig, 30 bis 40 Minuten Kochzeit

Beeren, Blätter und Blüten:
30 bis 100 g auf 2 l Wasser, einige Stunden Einweichzeit, 30 bis 60 Minuten Kochzeit

Hölzer, Rinden und Wurzeln:
30 bis 100 g auf 2 l Wasser, 1 bis 2 Tage Einweichzeit, 1 bis 2 Stunden Kochzeit

Kaffee und Tee:
30 bis 50 g auf 2 l Wasser, keine Einweichzeit notwendig, 20 bis 30 Minuten Kochzeit

Welches Material benötigt man für welche Farbe?

Rote Farbtöne:
Rote Beete, Rotkohlblätter, roter Malventee, Schwarze Johannisbeeren, Apfelbaumrinde, Birkenbaumrinde

Blaue Farbtöne:
Holunderbeeren, Heidelbeeren

Gelbe Farbtöne:
Birkenblätter, Brennnesselblätter, Apfelbaumblätter, Safran, Kamillenblüten

Orange Farbtöne:
Karotten, Kurkuma

Braune Farbtöne:
Eichenrinde, Blätter von Haselnusssträuchern, Kaffee, Tee, Zwiebelschalen

Grüne Farbtöne:
Matetee, Efeublätter, Spinat, Petersilie


Die Eier werden vorsichtig in den erkalteten Farbsud gelegt. In der Regel haben sie nach ungefähr einer halben Stunde eine kräftige Farbe angenommen. Zum Schluss können die fast fertigen Ostereier noch mit ein paar Tropfen Speiseöl abgerieben werden. Dies bringt die Farben zum Leuchten und die Eier erhalten einen schönen Glanz und sind lange haltbar.

Quelle: swr.de, heimwerker.de