8.000 Kilometer trotz Handicap – Ein Tandem macht mobil

Eva Gerner ist eine kontaktfreudige, fröhliche junge Frau. Und eine begeisterte Pino-Fahrerin. Vor zwölf Jahren wurden bei der heute Zwanzigjährigen das Rett-Syndrom, Ataxie und eine psychomotorische Retardierung diagnostiziert.

Seit 12 Jahren sitzt Eva fast nur noch im Rollstuhl, alleine fortbewegen kann sie sich nicht mehr. „Evas Beeinträchtigung hat sich natürlich stark auf unsere Mobilität ausgewirkt“, berichtet ihr Vater Christian. „Auf einmal beschränkte sich alles auf das Auto.“ Bis die Familie Gerner ein alternatives Fortbewegungsmittel entdeckte: das Tandem Pino von Hase Bikes.

„Schon bei der ersten Probefahrt war Eva total happy, obwohl es in Strömen geregnet hat!“, erinnert sich Christian Gerner. Ausgerüstet mit Spezialzubehör wie einem Hosenträgergurt zur Stabilisierung des Oberkörpers, einer Pedale mit Fußfixierung und einer Freilaufabschaltung wurde das Pino für Eva schnell zum idealen Ausgleich zum langen passiven Sitzen im Rollstuhl. Aber sie profitiert nicht nur körperlich von den Ausflügen. Durch die Abschaltung des Freilaufs muss sie mittreten. Diese Kopf-Fußkoordination regt ihr Sprachzentrum an und aktiviert die Synapsen in ihrem Gehirn.

„Beim Radfahren erwacht eine liebe Plaudertasche und wir haben sehr viel Spaß dabei“, freut sich ihr Vater. „Wir nutzen das Pino so oft wie möglich, drehen eine kleine Runde am Abend oder machen eine längere Tour am Wochenende. Inzwischen sind wir gut 8.000 Kilometer gefahren!“ Die Gerners wohnen im Voralpenland, in der Nähe von Salzburg. Da geht es schon mal bergauf und bergab. Eva liebt die schnelle Fahrt bergab. Dann lacht und jubelt sie und genießt, wie ihr der Wind um die Nase weht. „Das Pino hat erheblich zur Steigerung unserer Lebensqualität beigetragen“, ist sich Christian Gerner sicher. „Wir können es jedem als Therapiegerät empfehlen, wo die Art der Behinderung es zulässt.“

Mehr Informationen unter www.hasebikes.com