Freiheit auf drei Rädern

Freiheit auf drei Rädern

„Flix wie nix mit dem TRIX“ wäre auch eine schöne Überschrift gewesen, witzig und wahr zudem. Aber es hätte nicht auf den Punkt gebracht, was dieses Delta-Trike für den 15-jährigen Claas Korzilius tatsächlich bedeutet.

Claas ist durch einen vorgeburtlichen Schlaganfall halbseitig gelähmt. Es hat gedauert, bis er sich das erste Mal aufsetzen konnte, bis er seine ersten Schritte gemacht hat. Räder fand er schon früh toll. So gab es Laufräder, erst mit drei, dann mit zwei Rädern – und ein Kettcar, heiß geliebt. Als er schließlich „richtig Rad fahren“ wollte, kam wegen der rechtseitigen Lähmung nur ein „normales“ dreirädriges Therapierad infrage. Das schwere Teil war jedoch in keiner Hinsicht Claas-kompatibel. Mutter Ulrike wusste als Physiotherapeutin, wie gut Radfahren für Motorik, Kraftaufbau und Koordination ist, und so beschloss sie gemeinsam mit ihrem Mann, es mit einem Zweirad zu riskieren. Das klappte mit diversen DIY-Umbauten sogar halbwegs gut – aber Kippsicherheit auf zwei Rädern gibt es eben nicht. Schließlich passierte, was nicht passieren durfte: Stresssituation, Spastik, Sturz – und doppelter Oberarmbruch rechts. Aus der Traum vom Fahrradfahren.

Zum Glück kam dann Frau Schwarz. Frau Schwarz ist HASE BIKES-Händlerin und stellte treffsicher fest: „Der Junge braucht ein TRIX. Kippsicher, sportlich – und mit Hilfsmittelnummer.“ Tatsächlich hat die Krankenkasse nach einem Widerspruch den Großteil der Kosten übernommen. Seit Claas das TRIX hat, kann er ohne Übertreibung sagen „Radfahren mach ich mit links“. HASE BIKES hat sein Trike nämlich so gebaut, dass links geschaltet, geblinkt, gebremst und geklingelt wird. Weitere Extras wie ein Spezialpedal mit Wadenhalter für das rechte Bein sorgen dafür, dass Claas sicher unterwegs ist.

Bis zu seinem Schulwechsel fuhr Claas jeden Tag mit dem TRIX zum Unterricht – 10 km hin, 10 km zurück. Hut ab! Ulrike und Peter Korzilius sind stolz, wie ihr Ältester mit dem TRIX den Alltag wuppt und schwärmen von langen Radtouren am Bodensee. Der jüngere Finn findet es irgendwie unfair, dass sein Rad keinen Motor hat und lässt sich zum Ausgleich gerne mal auf Inlinern hinterm TRIX herziehen. Und Claas? Was findet er eigentlich am TRIX am besten? Seine Antwort kommt ohne Zögern: „Ich bin so frei!“ Und damit ist eigentlich alles gesagt.

 

 

Mehr Informationen zum TRIX unter www.hasebikes.com

Fotos und Text: Hase Bikes

Glücklich, Happy und Muy Feliz

GLÜCKLICH, HAPPY UND MUY FELIZ

Clara ist acht Jahre alt und besucht eine trilinguale Grundschule, an der man Deutsch, Englisch und Spanisch spricht. Das Fahrrad, das Clara so glücklich macht, heißt in allen drei Sprachen gleich: TRETS.

Auf dem TRETS erobert Clara Mainhattan. Sie kachelt, sie cruist, sie chillt. Sie bestimmt selbst, in welchem Tempo sie ihr Frankfurter Viertel erfährt. Und sie genießt diese Freiheit und Autonomie, die es draußen bisher nicht für sie gab.

Denn Clara kann seit ihrer Geburt nicht gut laufen. Draußen unterwegs zu sein bedeutete früher zumeist, im Rollstuhl zu sitzen. Kein Gegenwind im Haar, kein Kichern in Kurven, kein Kitzeln im Bauch bei Beschleunigung. Und das bei einem Mädchen, das so flink im Kopf ist und genau weiß, was sie will. Und was sie nicht will. Ihr erstes Rad zum Beispiel. Es war ein Satteldreirad mit Fixatoren für den Oberkörper. Clara wollte lieber zu Hause bleiben, als damit zu fahren.

Drei Räder hat auch das TRETS, aber keinen hohen Sattel, sondern einen Liegesitz, in dem Clara bequem zwischen den beiden Hinterrädern sitzt – nicht fixiert, sondern einfach durch einen Dreipunktgurt gesichert. Die tiefe Sitzposition macht das Trike sehr kippsicher, was den Eltern Anke und Dirk besonders wichtig ist. Für Clara zählen ganz andere Dinge: dass das TRETS durch das kleine Vorderrad superwendig ist, dass man im Stehen lässig sitzen bleiben kann – wie in einem Gokart. Und dass man beim Fahren ganz schön cool rüberkommt …

Ganz schön uncool fand Clara, dass sie das TRETS anfangs gar nicht alleine fahren konnte, weil sie sich im Haus ein Bein gebrochen hatte. So kam direkt das Trailer-Set von HASE BIKES zum Einsatz, mit dem man das TRETS hinter ein Zweirad hängen kann. Vater Dirk fand es großartig, mit seiner Tochter unterwegs zu sein. Und Clara hatte hinten immer mehr Spaß und konnte davon träumen, wie toll es erst sein würde, ganz allein zu fahren. Derweil kümmerte sich Mama Anke um Diego – den Namen hatte sich Clara für ihren zukünftigen kleinen Bruder ausgedacht. Mittlerweile ist Diego da – und heißt Leo. Vielleicht, weil das doch besser zum Nachnamen passt. Oder ganz einfach deshalb, weil Clara es sich anders überlegt hat. Sie weiß schließlich, was sie will.

Das TRETS hat eine Hilfsmittelnummer!
Mehr dazu unter www.hasebikes.com